Was beschäftigt die Verantwortlichen im Bereich der globalen Mobilität?
Einblicke aus der Präsenzveranstaltung insideMOBILITY Global Leaders Event
Es war wunderbar, beim insideMOBILITY® Global Leaders Meeting in London die internen Leiter der globalen Mobilitätsabteilungen persönlich wiederzusehen.
Die Gruppe von Fachleuten im Bereich der globalen Mobilität traf sich zu einem ganztägigen Austausch unter Gleichgesinnten, praktischen Workshops und thematischen Vorträgen sowie zu Möglichkeiten der beruflichen Vernetzung.
Wichtigste Erkenntnisse
Bestimmte Themen traten in den sieben Workshops und Sitzungen deutlich hervor:
- Richtlinien von vor 20 Monaten sind veraltet.Zweifellos hat die Pandemie die Mobilitätsbranche verändert. Ein Teilnehmer merkte an, dass viele Richtlinien und Praktiken, die erst vor 20 Monaten aktualisiert wurden, nicht mehr zeitgemäß seien, da sich die Gegebenheiten seither weiterentwickelt hätten.
- Die Pandemie hat der Mobilität einen Platz am Tisch verschafft: Die Erfolge der Mobilitätsteams bei der Platzierung von Mitarbeitern an den benötigten Stellen trotz pandemiebedingter Herausforderungen haben der Mobilität einen prominenteren Platz am Tisch in strategischen Entscheidungsprozessen verschafft und zu einer engeren Zusammenarbeit mit internen Stakeholdern geführt.
- Die Mobilitätsteams sind ressourcenmäßig stark beansprucht: Die zusätzliche Arbeitsbelastung durch diese Situationen wurde von den Teilnehmern begrüßt, allerdings stellten sie fest, dass die Teamressourcen nicht im gleichen Maße zugenommen, sondern in einigen Fällen sogar abgenommen haben.
Neue Maßstäbe für die mobile Mitarbeiterreise setzen
Die Serviceleistungen für mobile Mitarbeiter haben sich während der Pandemie zwangsläufig erweitert und neue Standards gesetzt, die künftig zu Best Practices werden sollten und werden. In diesem Workshop nutzten die Teilnehmer die Mobile Mitarbeiterreisekarte um Schlüsselmomente innerhalb ihrer Programme zu erkunden.
Hier einige Beispiele, ausgewählt aus zahlreichen Beobachtungen, die im Rahmen eines Workshops zur Mitarbeitererfahrung (Employee Experience Journey) freiwillig geäußert wurden:
- Schaffen Sie realistische Erwartungen, indem Sie Transparenz hinsichtlich der Richtlinien und des Vergütungsrahmens gewährleisten.
- Informieren Sie sich über die Präferenzen Ihrer mobilen Mitarbeiter, anstatt Annahmen zu treffen.
- Die Einstellung (positiv oder negativ) des Personalverantwortlichen im Gastland kann für den mobilen Mitarbeiter einen entscheidenden Unterschied in der Erfahrung ausmachen.
- Bringen Sie die mobilen Mitarbeiter, Manager, das Mobilitäts- und das Steuerteam zusammen, um ein Budget und einen Rahmen zu entwickeln. Alle Beteiligten müssen sich aktiv dafür einsetzen, die bestmögliche Lösung und Mitarbeitererfahrung zu erreichen.
- Die Rückkehrphase ist heikel. Einige Teilnehmer berichteten von hohen Abbruchraten in dieser Phase und damit verbundenen enormen Investitionsverlusten. Um dies zu vermeiden, sollten die Gespräche nach dem Einsatz nicht oberflächlich, sondern tiefgründig sein: „Wie geht es Ihnen? … nein, wirklich Wie geht es Ihnen?“ Unternehmen sollten zurückkehrenden Mitarbeitern versichern, dass die Rückführungsphase bis zu sechs Monate dauern kann.
Versandprobleme sind nicht so, wie sie scheinen
Eine besonders aktuelle Sitzung befasste sich mit Bedenken hinsichtlich des Schiffsverkehrs. Vertreter von Maersk, einem integrierten Containerlogistikunternehmen, hörten sich die Anliegen der Gruppe bezüglich internationaler Haushaltswarentransporte an und sprachen mit ihr darüber.
Sie wiesen darauf hin, dass das Schifffahrtsproblem nicht neu ist und schon länger bekannt ist, die COVID-19-Pandemie es jedoch verschärft hat. Es mangelt nicht nur an Schiffen – die Häfen sind schließlich ausgelastet, und mehr Schiffe würden das Problem nicht lösen. Eine große Hürde ist die Verfügbarkeit leerer Container aufgrund eines Ungleichgewichts zwischen Angebot und Nachfrage (beispielsweise zwischen Asien und Europa). Hinzu kommen erhebliche Kostensteigerungen, etwa durch die Schwankungen des Rohölpreises. All dies wirkt sich massiv auf Preis und Verfügbarkeit aus.
Die Vertreter von Maersk berichteten außerdem, dass das Unternehmen bis 2040 eine Flotte von „grünen Schiffen“ aufbauen will. Dies könnte einige der Probleme mit den Ölpreisen lösen und unterstreicht die Bedeutung und Verantwortung, traditionelle Transportmethoden zu verändern. Als Verbraucher müssen wir bereit sein, diese Veränderungen zum Wohle der Gesellschaft zu begrüßen.
Die Welt von morgen planen
Die Gruppe hatte die Gelegenheit, einen Schritt zurückzutreten und sich vorzustellen, wie ihr Talentmobilitätsprogramm im nächsten Jahr neu gestaltet werden könnte. Die Teilnehmer erstellten eine umfassende Liste von Prioritäten für ihre Programme, darunter:
- Die neue Arbeitswelt gestalten
- Mehr Zeit für die Definition von Richtlinien wie internationales Fernarbeiten und kurz-/längere Geschäftsreisen aufwenden
- Ausbau der internen Zusammenarbeit mit Stakeholdern, die bisher möglicherweise nicht konsultiert wurden, wie z. B. Abteilungen für Diversität, Gleichstellung und Inklusion (DEI), Datenanalyseteams und Risikoteams.
Die Teilnehmer verließen die Veranstaltung mit neuen Ideen, einem konkreten Aktionsplan und einer Möglichkeit, ihre nächsten Schritte zu verfolgen.
Ein herzliches Dankeschön an die führenden Persönlichkeiten im Bereich Mobilität, die ihre Zeit und ihr Fachwissen so großzügig zur Verfügung gestellt haben, dass die insideMOBILITY Global Leaders Session für alle Teilnehmer so wertvoll war!
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